Welcome to my blog.
I’m addicted to travelling, I’d love to visit more travel destinations than I do, in fact if I could afford it, and had enough leave at work I would travel some where different every month. I’ve decided that I want to visit some new destinations this year, so ... be ready for surprises, there is so much to discover!
Im neuen Jahr stand nun mein
letzter Ausflug innerhalb Brasiliens auf dem Programm. Es ging mit dem
Flieger nach Florianópolis and dann weiter mit dem Bus nach Blumenau. Florianopólis,
"Floripa" genannt, ist die Hauptstadt des Bundesstaats Santa Catarina
und liegt im Süden des Landes. Die Stadt liegt teilweise auf dem
Festland und teilweise auf der Insel Ilha de Santa Catarina.
Die Landung dort war fast so abenteuerlich wie auch schon in Foz do Iguaçu
- kleiner Flughafen, kurze Landebahn, aber nach einer knappen Stunde
Flug sind wir sicher gelandet. Unser Hotel liegt ziemlich zentral in der
Innenstadt und nicht weit vom Busnahnhof entfernt, so dass wir auch
dort schnell und billig angekommen sind. Auf den ersten Blick hat die
Stadt nicht allzuviel zu bieten und wir suchen vergeblich nach einem
Restaurant dass nachmittags geöffnet hat - aber Fehlanzeige. Zum Glück
gibt´s überall McDonalds und wir entscheiden uns schließlich nach über
eine Stunde Suche hier was zu essen. Zwischen Busbahnhof und Hotel liegt
ein kleineres Shoppingviertel mit vielen kleinen nichtssagenden Läden
und einer Markthalle in der um diese Zeit aber auch nicht mehr viel los
ist. Also was tun? Zurück ins Hotel? Es ist gerade mal 18 Uhr und wir
fragen uns wo in dieser Stadt all die Menschen sind?! Alle Leute die
hier rumlaufen kommen vom oder gehen zum Busbahnhof oder sind Touristen,
die sich genauso wie wir fragen, was macht man hier?! Vom Hotel hatten
wir ein paar Zettel mit Touri-Informationen bekommen, die wir uns nun
mal etwas genauer anschauten. Und siehe da: man muss nur ein Stückchen
laufen und schon ist man an der langen Uferpromenade mit unzähligen
Restaurants und Bars und hier sind auch die ganzen Leute unterwegs, die
wir vorher vermisst haben. Mit dem Bus sind wir ganz schnell in einer
großen Shoppingmall, die auch hier bis 22 Uhr geöffnet hat und dort
finden wir ein Touristikbüro bei dem wir spontan eine Bootstour für den
nachsten Tag buchen.
"Floripa by Boat" heißt die Tour und wir schippern
also am nächsten Morgen an der Küste Florianopolis´ entlang, Richtung Costa da Lagoa.
Kleine Fischerdörfer, alles fern ab vom Tourismus, naturbelassen, in
dem man Ruhe und Entspannung findet und die nur mit Wassertaxis
erreichbar sind. Eines dieser kleinen Dörfer steuern wir an, können uns
in Ruhe umschauen, einen Wasserfall besuchen und in einem urigen
Strandrestaurant ist bereits das Mittagessen reserviert. Wenn das Wetter
noch mitgespielt hätte, wäre es perfekt gewesen.
Zurück in Floripa ging´s schnell ins Hotel, den Koffer holen und weiter zum Busbahnhof (Rodoviária), denn dort wartete bereits unser Bus Richtung Blumenau.
Zwei Stunden Fahrt lagen vor uns bevor wir in dem wohl deutschesten
Teil Brasiliens ankommen. Die Stadt, von deutschen Einwanderern unter
Leitung des Apothekers Hermann Blumenau gegründet, ist eines der drei Zentren der deutschen Kolonisation in Santa Catarina, mit Fachwerkhäusern und Schwarzwälder
Kirschtorte. Die Architektur mit den Spitzdächern,
die Küche, die gepflegten Gärten: Man könnte beinahe vergessen, dass
man in Brasilien ist. Obwohl heute Portugiesisch die vorherrschende Sprache in Blumenau ist,
hat sich in Teilen der Bevölkerung Deutsch als Umgangssprache erhalten. Ich bin also sehr gespannt!
Unser
Hotel mit dem schönen Namen "Blumenhof" lag ein bissi dezentral, aber
trotzdem war die Innenstadt noch gut zu Fuß erreichbar und für alles
andere gab es den Bus. Lustig anzusehen war das: mitten in Brasilien,
weit weg von allem steht man mitten in der Pampa vor einem alten
Fachwerkhaus und fühlt sich sofort heimisch.
Da
es mittlerweile weit nach 20 Uhr war und wir keine Lust mehr hatten uns
nach einem Restaurant umzuschauen, fragten wir einfach im Hotel wo man
in der Nähe noch schnell was Gutes essen kann und bekamen (zumindest für
mich) den besten Tipp "ever"! Nicht weit vom Hotel liegt das Restaurant
"Moinho do Vale" mit deutscher Küche und ich bekam - wenn auch spät - doch noch meine Weihnachtsgans mit Rotkraut und es war grandios!!
Auf
dem Weg zurück ins Hotel bekamen wir auch schon mal einen kleinen
Vorgeschmack von dem was uns am nächsten Tag erwarten sollte: ein
kleines Stückchen Heimat mitten in Brasilien. Die Einwohner von Blumenau
sind
weitgehend Nachkommen deutscher Einwanderer, die sich hier
niedergelassen hatten und haben die Bräuche, die
Sprache sowie die Architektur ihrer Vorfahren lebendig erhalten.
Deutsche Lebensart kann man ausser auf dem Oktoberfest!!!! auch
während der "Semana de Blumenau" Anfang September erleben und, das
ganze Jahr über, im "Gasthaus Frohsinn", das einen mit Spezialitäten der
deutschen Küche verwöhnt.
Gleich nach Weihnachten ging es per Flieger - mit Zwischenstopp in Curitiba - ins 1.200 km entfernte
Grenzgebiet. Am Flughafen in Foz wartete bereits ein Shuttlebus zum Hotel
(alles im Preis incl.), das ziemlich zentral in der Innenstadt gelegen
ist.
Am nächsten Tag ging es dann auch schon los - unser Kleinbus brachte uns zum Eingang des Iguaçu Nationalparks. Unsere erste Station war der Parque das Aves (Vogelpark) den man auf keinen Fall auslassen sollte, denn auf eine sehr einfühlsame Art und Weise und vor
allem, mit viel Platz hat man hier auf ca. 16,5 Hektar Fläche
innerhalb nativen Waldbestandes zirka 900 Exemplare von 180
verschiedenen Vogelarten untergebracht.
Die Mehrheit der Vogelarten stammen aus Brasilien, aber auch Spezies
aus Afrika, Asien und Australien sind in großzügigen, durch Maschendraht
getrennten und zwischen der nativen Vegetation eingerichteten
Lebensräumen untergebracht.
Darüber hinaus gibt es ein Schmetterlingshaus, in dem man von zig Arten von
Schmetterlingen umflattert wird, ein Kolibri-Haus, in dem man
die kleinen Nektarsauger beobachten kann und ein Reptilienhaus, mit
Schlangen und Kaimanen. Wenn man der Natur also mal sehr nah sein möchte, ist der Besuch hier ein MUSS!
Die größten Wasserfälle der Erde
Die Iguaçu-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren
Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu
82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Da die
meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der größere Panoramablick von
der brasilianischen Seite möglich..
Am Eingang erwartete uns natürlich eine riesige Schlange mit Touristen. Erfreulicherweise ging es sehr schnell vorwärts und wir hielten unsere Tickets in der Hand - aber unerfreulicherweise müssen hier "Ausländer" mehr bezahlen als die Einheimischen und zwar fast das Doppelte. :(
Aber gut, wenn man schon mal da ist ... mit dem Bus kann man verschiedene Stationen anfahren, je nach dem was man alles machen will. Vom Wandern bis zum Rafting ist hier alles möglich, oder eben nur die Wasserfälle anschauen was wir auch zu erst gemacht haben.
Im Hotel haben wir dann noch eine "Floating Safari Tour" gebucht, d.h. wir werden mit einem Schnellboot noch mal die Fälle vom Wasser aus betrachten und auch ziemlich nah an die Wasserfälle fahren. Also hieß es wiedermal anstellen und Karten besorgen, denn nicht´s ist umsonst in diesem Park. Die Tour begann mit einer Fahrt auf Elektrofahrzeugen durch denüppigenTropenwald vomIguaçuNationalpark und auf dem Weg zur Bootsanlegestelle bekamen wir Informationen überdie Fauna und Flora und auch Kuriositäten des Nationalparks. Dort angekommen wurden wir mit Schwimmwesten ausgestattet und bekamen noch ein paar wichtige Informationen zum Ablauf - spätestens jetzt wurde mir klar auf was ich mich da eingelassen habe. Im Internet stand was von "man brauche evtl. ein Handtuch und ein neues Tshirt", aber das sollte sich als furchtbarer Irrtum erweisen. Entlang des Flusses bekamen einen kleinen Eindruck von der Vielfältigkeit der Pflanzen- und Tierwelt und konnten die Fahrt im Schnellboot geniessen bevor wir ein Gefühl für die Macht, die Energie und die Kraft des Wassers bekommen sollten:
Leider ist das nicht "mein Video" - was ich hätte kaufen können, aber unverschämt teuer war - aber so bekommt man einen ganz guten Eindruck von dem was wir dort erlebt haben. Es war ein unglaubliches Abenteuer und unvergessliches Erlebnis den Wasserfällen so nah zu sein. Und anschließend war man NASS! Nass bis auf die Unterhose. Zum Glück hatten wir Handtücher und Tshirts dabei, aber eine trockene Hose wäre auch nicht schlecht gewesen. Somit ging´s also nass zurück ins Hotel.
Foz do Iguaçu (eine Kombination aus dem indianischen Iguaçu („Großes Wasser“) und dem portugiesischen foz („Mündung“), also „Mündung des großen Wassers“) ist eine Stadt im Südwesten Brasiliens und liegt an der Mündung des Flusses Iguaçu unmittelbar im Grenzgebiet zu Paraguay und Argentinien. Über die Puente de la Amistad ist die Stadt mit Paraguay verbunden.
Auf der argentinischen Seite des Iguaçu liegt Puerto Iguazú, über die Ponte Tancredo Neves zu erreichen. (siehe Bild) ..mit einem Fuß in Argentinien und mit dem anderen in Brasilien:
Am Abend sind wir also spontan noch mal nach Argentinien gefahren. In der Nähe war ein großes Dutyfree-Shoppingcenter, ein Casino und eine knuffige argentinische Kleinstadt, in der man günstig argentinisches Rindfleisch kaufen und auch im Restaurant genießen kann. Lecker!
Am nächsten Tag war der nächste Grenzgang geplant und Paraguay stand auf dem Programm. Mit dem Bus ging es am frühen Morgen los Richtung Ciudad del Este, der zweitgrößten Stadt Paraguays und dem Einkaufsparadies für Brasilianer und auch Argentinier. Die Stadt selbst bietet wenig Sehenswürdigkeiten, ist allerdings an fast
jeder Ecke mit einem Casino gesegnet, in denen alle möglichen
Glückspiele ausprobiert werden können. Aber die meisten Touristen kommen nur zum Einkaufen - das wird mir schon beim Grenzübertritt bewusst. Was hier los ist und was die Leute um diese Uhrzeit schon alles in den Einkaufstüten haben, ist nicht normal! :)
Das Angebot an elektronischen Waren überwiegt in den meisten Kaufhäusern und Geschäften, jedoch sind neben kleinen Marktständen auch sehr preisgünstige Waren in Outlet-Centern zu finden.
Was man wissen muss: nur ein Teil dieses Handels ist legal, ein Großteil basiert auf Schmuggel mit den Nachbarländern. Auch
werden hier sehr viele gefälschte Markenartikel verkauft, aber nichtsdestotrotz, alles ist so billig und auch wir haben eine lange Liste abzuarbeiten und stürzen uns in den Shoppingwahnsinn. Wir quetschen
uns durch überfüllte Gassen, denn jeder verfügbare
Fleck wird durch einen Verkaufsstand besetzt der nur Ramsch
verkauft und gelangen schließlich zu den großen Kaufhäusern, in denen es zum Glück etwas gesitteter zugeht und wir ein Schnäppchen nach dem anderen schlagen.
Zwischendurch gönnen wir uns einen Kaffee und einen frisch gepressten Orangensaft in einem Café - über die Rechnung musste ich dann schon schmunzeln: knapp 24.000 PYG (Paraguayische Guaraní) musste ich bezahlen, was umgerechnet ca. 5 Euro sind, aber so viel noch zum Thema Inflation. ;)
Essen in Paraguay..abenteuerlich
Das isser: der teuertse Kaffee aller Zeiten! :)
Vier Tage im Länderdreieck Brasilien/Argentinien/Paraguay haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und so ging es - diesmal per kurzen Direktflug - zurück nach Rio de Janeiro.
..ging viel zu schnell vorbei, wenn man bedenkt dass ich hier 8
Wochen am Stück verbracht habe. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. 3
Wochen Schule vergingen wie im Flug und ich konnte sehr gute
Fortschritte mit meinem Portugiesisch machen. Dabei habe ich viele nette
Leute aus der ganzen Welt kennengelernt: Holland, Kanada, Mexiko,
Norwegen, Venezuela u.s.w. - wir hatten jede Menge Spaß und es hätte
gerne noch länger so weiter gehen dürfen. Meine Schule war in Ipanema
und d.h. ich musste jeden Tag mit dem Bus von Barra nach Ipanema fahren.
Normalerweise ist das eine Fahrt von 45 min wenn es keine größeren
Stau´s unterwegs gibt bzw. wenn der Bus kommt. Nun durfte ich tagtäglich
erleben was es heißt in Rio auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen
zu sein. Ich wartete also morgens und mittags auf den Bus - was 5
Minuten dauerte oder auch gern mal 50 Minuten in Anspruch genommen hat.
Auch die Fahrzeit war immer wieder eine Überraschung denn 2 Stunden im
klimatisierten Bus zu sitzen ist nicht immer eine Freude. Klimatisiert
heißt hier nämlich Kühlschranktemperatur. Okay, man kann sich
dementsprechend anziehen, aber wenn´s draussen 30 Grad hat ist das nicht
immer einfach. Eine Jacke hat´s mitunter auch getan.
Im
Dezember war die Schule dann schon wieder vorbei, aber ich konnte mich
nun freier in Rio bewegen. Mit dem Sprechen hapert es immer noch ein
wenig aber dafür verstehe ich nun vielmehr als vorher. Und das Leben ist
soviel einfacher wenn man sich selbst was zu Essen und/oder Trinken
bestellen kann oder wenn man allein einkaufen und die lästigen Verkäufer
selbst abschütteln kann.
Dezember hieß aber auch dass mein
Geburtstag vor der Tür steht, meine Eltern zu Besuch kommen und
natürlich Weihnachten. Es gab also eine Menge zu tun und somit war ich
auch ganz froh dass ich die Schule abhaken konnte. "Geburtstag feiern"
heißt in Brasilien Geburtstag FEIERN und sich um fast nichts kümmern,
weil man ja Geburtstag hat. Ich durfte mir meine Torte aussuchen, das
Essen wurde gekocht und die Wohnung dekoriert...aber so gar nichts tun
hat mir auch so gar nicht gefallen. Ich hab dann zumindest noch einen
Kuchen gebacken und die Getränke eingekauft (dachte ich!!) Das
"bisschen" Bier hatte aber vorn und hinten nicht gereicht, denn
Brasilianer FEIERN eben richtig. 10 Uhr morgens kamen die ersten Gäste,
10 Uhr abends gingen dann auch die letzten Gäste und ich war fix und
alle. Aber es war ein toller Tag mit vielen schönen Geschenken und
Momenten.
Kurz nach meinem Geburtstag war es dann endlich soweit: Mum & Dad landeten am 12.12. mit 20 min Verspätung in Rio. Es sind zwar nur ein paar Tage aber wir haben eine Menge geplant und ich will ihnen die schönsten Ecken Rio´s zeigen: Corcovado und die Christusstatue, Zuckerhut, Copacabana - eben alles was man gesehen haben muss wenn man in Rio de Janeiro ist. Leider war das Wetter nicht immer ganz so doll und wir konnten erleben was ein Sommergewitter ist. Eine halbe Stunde schüttete es wie aus Eimern, der Himmel ist buchstäblich offen und es geht nichts mehr. Der Verkehr stand still, das Wasser stand überall und anschließend ist überall Chaos. Es war unmöglich ein Taxi zu bekommen, da jeder nur noch nach Hause und nicht auf einen Bus warten wollte, der womöglich bei diesem Chaos ewig braucht. Uns blieb also nichts anderes übrig als auf den Bus zu warten - nass bis auf die Unterhose - um dann fast 3 Stunden im Stau zu stecken bis wir abends endlich wieder zuHause waren. Aber so haben auch meine Eltern erlebt was es heißt hier in Brasilien zu leben.
Und dann kam auch schon Weihnachten und was man da so erlebt bzw. erleiden muss um ein Geschenk zu bekommen, seht selbst: