Sonntag, 1. April 2012

Petropolis
Raus aus der Stadt, ab in die Berge - nach Petropolis, ca. 2 Busstunden von Rio entfernt auf über 800m über NN und als Ort von deutschsprachigen, insbesondere Tiroler Einwanderern bekannt.
Dementsprechend ist das Wetter: wolkig und nur 14 Grad...brrrrrr...aber unbedingt eine Reise wert. Was gibt´s zu sehen?
Der Mitte des 19. Jahrhunderts für Kaiser Pedro II. erbaute Palast ist eine Hauptattraktion der Stadt. Seit 1940 beherbergt er das Museu Imperial, das in seinen weitläufigen Räumen Teile des kaiserlichen Mobiliars, die prächtigen Staatsgewänder, Zepter und Krone des letzten brasilianischen Kaisers ausstellt.
In Petrópolis ist auch das Haus des Flugpioniers Santos Dumont zu besichtigen, während das Haus, in dem sich Stefan Zweig 1942 das Leben nahm.
Interessant sind noch das Hotel Quitandinha und der 1884 von Prinzessin Isabel eröffnete Kristallpalast (Palácio de Cristal). In der neugotischen Kathedrale stehen die Sarkophage der kaiserlichen Familie.
Auf dem Cemitério Municipal, dem städtischen Friedhof, befindet sich das Grab von Stefan Zweig.


















Shopping Leblon
Es gibt viele Gründe zur Mall in Leblon (Stadteil in Rio) zu fahren und ich geb´s zu - einer meiner Hauptgründe ist: STARBUCKS :)
Aus Brasilien kommen zwar leckere Kaffeebohnen, aber Kaffee kochen können die Brasilianer nicht. Oder mein Kaffeegaumen ist einfach nur verwöhnt aber es war eine Wohltat einen "normalen" Kaffee zu trinken. Ok, die Mall an sich ist auch ganz nett. Von Armani Exchange über Ralph Lauren und Lacoste bis hin zu Läden für jeden Geldbeutel gibt es hier alles. Und natürlich eine riesige "Food area" und ein Kinolomplex sind ebenfalls vorhanden. Also alles was man braucht und um einen Regentag zu entfliehen..




Av. Américas, 700 - Barra da Tijuca, Rio de Janeiro
Heute sind wir zum Mittagessen verabredet. Also geht´s mit dem Bus nach Barra (Stadtteil von Rio), was aber um die Mittagszeit heißt das wir eine gute Stunde im Kühlschrank sitzen werden. Mittlerweile fahre ich ja schon allein Bus, d.h. irgendwo an die Straße stellen, warten bis der Bus mit der richtigen Nummer kommt, ihn per Handzeichen anhalten, einsteigen, dem Fahrer wortlos Geld in die Hand drücken - man kann auch freundlich grüßen - und sich einen freien Platz suchen. Nun heißt es Jacke anziehen und warten bis man ankommt. Die meiste Busse in Rio haben Klimaanlage und diese sind bis auf´s Minimum runtergedreht. Jeder stört sich dran, aber so ist es nun mal. Wenn man sich hier keine Erkältung holt, wo dann?!
Und da jeder und überall den Bus anhält - hier gibt´s nämlich keine Fahrpläne und richtige Haltestellen - kann so eine Fahrt mal etwas länger werden. Also immer viel Zeit einplanen.


Angekommen an der Mall "Cittá Americana" fällt mir als erstes das Hardrock Café auf. Riesige Werbung, typisch amerikanisch, ein Blickfang wie er besser nicht sein kann.




Shopping hält sich hier in Grenzen. Ein paar Läden gibt es ja, aber unter einer Mall hab ich mir was anderes vorgestellt. Was ich bis dato noch nicht wußte, ich sollte die größte Mall Südamerikas noch zu Gesicht bekommen, aber dazu später mehr. Cittá America ist mehr eine OfficeMall mit ´ner Menge Büro´s und Kanzleien, Praxen und natürlich Restaurants für die Angestellten. Also suchen wir mal die Mädels und dann geht´s zum Essen.



Netter Arbeitsplatz den Celia und Danielle haben. Könnte mir auch gefallen....




Niteroi
Heute geht´s auf die andere Seite der Bucht an der Rio de Janeiro liegt. Man könnte den Bus nehmen der über die RIESIGE Brücke auf die andere Seite fährt, oder eben die Fähre.


Wir haben uns für die Fähre entschieden - es geht schneller und eine Seefahrt die ist ja bekanntlich lustig.
Niterói ist eine der brasilianischen Städte mit der besten Lebensqualität. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Museu de Arte Contemporânea, ein Museum für zeitgenössische Kunst, welches vom Architekten Oscar Niemeyer entworfen wurde. Und das schauen wir uns heute mal an.



Angekommen am Museu de Arte Contemporânea de Niterói. Sieht ein bissi aus wie ein grad gelandetes UFO. Hier ein paar Info´s dazu: Das insgesamt vier Stockwerke hohe und 2.500m² Platz bietende Museum ist ausgestattet mit Ausstellungsflächen und Galerien, aber auch mit einem Restaurant und einem Hörsaal. Die im Winkel von 40° angebrachten Fenster bieten einen Blick auf Rio de Janeiro, dessen Wahrzeichen den Zuckerhut, sowie auf die Bucht von Guanabara und Niterói selbst.




Schöne Stadt. Schöner Tag - mit Mariana, Phillipe und Felipe. Nur das Wetter wird wieder schlechter. Glück gehabt!


Das Wetter bessert sich zusehens und ein Strandspaziergang ist nun ein absolutes MUSS. Nun weiß ich warum die Copacabana ihrem Namen "schönster Strand" bekommen hat.



WM 2010
Was gibt es besseres als die Fußball-WM im Land der Fußballgötter zu schauen. Ob OpenAir Party am Strand (trotz der winterlichen Temperaturen *g*)



oder im Restaurant mit typisch brasilianischem Essen man kommt einfach nicht drum herum Fußball zu schauen. Und wenn die Brasilianer feiern, dann feiern sie. Und zwar ALLE. Im Umkehrschluss heißt das - es wird nicht gearbeitet. :)  Immer wenn Brasilien ein Spiel hatte, waren alle Läden, Mall´s, Banken etc. geschlossen, als Brasilianer unterstützt man seine Mannschaft und das sehr emotional. Das erstes Spiel, das erste Tor und ich war zu Tode erschrocken. Der Saal hat gebebt, alle sprangen auf, kreischen, applaudieren, pfeifen, grölen...mir wurde ganz anders. Man(n) ist ja aus der Fußballnation Deutschland einiges gewohnt aber sowas hab ich noch nicht erlebt. Nach dem zweiten Bier oder der zweiten Caipirinha war das alles egal und man hat einfach mitgemacht.
Und was isst man wenn man schon mal die Nationalmannschaft unterstützt? Das Nationalgericht: Feijoada. (schwarze Bohnen mit Trockenfleisch, Räucherwürstchen, Zunge, Schweineohren und -füßen, Nelken, Lorbeer, ganzen schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch und Zwiebeln, dazu wird Reis, Farofa (geröstetes und angemachtes Maniokmehl), gedünsteter Couve mineira (bzw. außerhalb Brasiliens Grünkohl oder Wirsing) und Orangenscheiben sowie eine Molho da pimenta, eine pikante bis scharfe Pfeffersauce, serviert.) Lecker!! Wenn man mal von den Schweineohren und -füßen absieht.


Juni 2010:
Winter in Brasilien. Bisher lassen nur die Wolken und ein kühler Wind darauf schließen, dass ich im winterlichen Südamerika angekommen bin. Ach ja, und die vielen Leute mit Mütze, Schal und dicken Jacken.Und ich? Shorts, Tshirt, FlipFlops and den Füssen und jeder weiß: Gringo. Was soviel heißt wie Ausländer aus Europa oder Tourist. Auffällig eben! Aber zu meiner Verteidigung: es sind ca. 18 Grad und die Sonne scheint. Hallo? Ein typischer Sommer in Deutschland. :)
Und hier heißt´s "frio" (portugiesisch für kalt).
Also auf geht´s zum Strand, erste Eindrücke sammeln am schönsten Strand der Welt, der Copacabana.